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Aktuelles aus dem Hauptpersonalrat
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Inhaltsübersicht . 2012 09.04.2012 Abendzeitung: Münchner CSU empört über Behördenverlagerungen 05.04.2012 Augsburger Allgemeine: 45 neue Stellen für Höchstädt 05.04.2012 Münchner Merkur: Finanzamt München droht Umzug 05.04.2012 Süddeutsche Zeitung: Umzug des Finanzamt München? 05.04.2012 Abendzeitung: Finanzamt soll versilbert werden 30.03.2012 Claudia Stamm MdL/Grüne: Staatsregierung verschleiert Kosten von Behördenverlagerungen 31.03.2012 Handelsblatt: Deutsche Steuerfahnder im Visier der Schweiz 21.03.2012 Informationen zum BAG-Urteil - Altersdiskriminierung bei Urlaubstagen 20.03.2012 Bundesarbeitsgericht: Alterstaffelung bei Urlaubstagen - Altersdiskriminierung 08.03.2012 Sitzung des Ausschusses für Finanzfragen und Staatshaushalt 07.03.2011 GEW zum aktuellen Urteil: Altes Denken 07.03.2012 OVG NRW: Beamte haben kein Streikrecht 25.02.2012 SZ: Freiwillige Finanzbeamte nach Griechenland? 24.02.2012 10 Jahre Homepage der Betriebsgruppe Finanzamt München 23.02.2012 Hans-Böckler-Stiftung: Stellenabbau im öffentlichen Dienst 15.02.2012 "Rund um die Ausbildung" Veranstaltung am 22.02.2012 in Herrsching 15.02.2012 SPD-Landtagsfraktion fordert 500 zusätzliche Stellen für Steuerprüfung und Fahndung 15.02.2012 Aufruf zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt 07.02.2012 Amberger Zeitung: Zentrale Finanzkasse in Amberg 28.01.2012 Neuer BFH-Präsident rügt Berliner Steuerpolitik 27.01.2012 Flugblatt NRW zum Bericht des Bundesrechnungshofs 26.01.2012 Petition der ver.di Betriebgruppe im Bayer. Landtag 18.01.2012 DGB und ver.di kritisieren Bundesregierung 18.01.2012 Thesenpaper von ver.di zu Steuersenkungen 17.01.2012 Bericht des Bundesrechnungshofs zum mangelhaften Steuervollzug 17.01.2012 Bundesrechnunghof zum mangelhaften Steuervollzug - Pressemitteilung 11.01.2012 Die neue Besoldungstabelle für bayeriche Beamtinnen und Beamte - unter Vorbehalt . . 2011 08.12.2011 Neuerungen beim Kindergeld 07.12.2011 DGB-Resolution: Flagge zeigen gegen Nazi-Terror! 06.12.2011 Jahresbericht des Obersten Bayerischen Rechnungshof 2011 06.12.2011 ORH: Bayern - Schlaraffenland für Umsatzsteuerbetrüger? 06.12.2011 ORH: BNV "Hier braucht keiner vor dem Finanzamt zu zittern!" 06.12.2011 Antenne Bayern zum ORH-Bericht 03.12.2011 Bilder von der Preisverleihung "JobErfolg 2011" Finanzamt München 03.12.2011 Pressemitteilung zur Preisverleihung "JobErfolg 2011" 02.12.2011 Abendzeitung: Zwei Stunden Wartezeit beim Finanzamt 23.11.2011 Besoldungserhöhung in Bayern 22.11.2011 Flugblatt zur Besoldungserhöhung 2012 22..11.2011 DGB-Bayern zur Besoldungserhöhung 16.11.2011 Entgeltsordnung für Tarifbeschäftigte der Länder 16.11.2011 Besoldungserhöhung 2012 27.10.2011Antwort der Staatsregierung wegen Asbest und Neubau Finanzamt München 25.10.2011 Anfrage an die Staatsregierung wegen Asbest und Neubau Finanzamt München 21.09.2011 Auszeichnung für das Finanzamt München - JobErfolg 2011 07.09.2011 ver.di: SPD-Steuerkonzept bricht mit einer Politik der Steuergeschenke 01.09.2011 VG Kassel: Streikrecht auch für beamtete Lehrer 01.09.2011 GEW: Beamte dürfen streiken - Neues Urteil zum Beamtenstreikrecht 01.09.2011 GEW: verbeamtete Lehrer dürfen streiken - Urteil aus Kassel 01.09.2011 Brief wegen Steuerabkommen mit der Schweiz an Ministerpräsident Beck 19.08.2011 Beamtenstreik: Juristen uneinig, GEW entschlossen 19.08.2011 Verwaltungsgericht bestätigt allgemeines Streikverbot für Beamte 15.08.2011 ver.di: Ablasshandel für Betrüger 12.08.2011 Sogar bei Nachbarn herrschte "Goldgräberstimmung" - Finanzverwaltung im NS-Staat 11.08.2011 DGB: Bundesregierung belohnt Steuersünder 11.08.2011 Gewerkschaft der Polizei: Steuerbetrüger bestrafen 05.08.2011 Verbesserungen bei der betrieblichen Altersversorgung 04.08.2011 Süddeutsche Zeitung: Seehofers übereifrige Mail-Attacke 04.08.2011 Süddeutsche Zeitung: Seehofer, das Kraftwerk - Mails aus der Staatskanzlei 28.07.2011 Terminankündigung der Betriebsgruppe München 23.07.2011 BMF: Jahresergebnis der Betriebsprüfung 23.07.2011 Stellungsnahme von verdi zur Personalbedarfsrechnung 22.07.2011 ver.di Betriebsgruppe beim Firmenlauf in München 19.07.2011 Vorratsdatenspeicherung: ver.di begrüßt das Ende von Elena 09.06.2010 Spitzengespräch: DGB Bayern fordert Übertragung des Tarifergebnisses auf die BeamtInnen 17.05.2011 DGB-Bayern: Fahrenschon muss Sparmaßnahmen sofort stoppen 13.05.2011 ver.di-Bayern fordert Einkommmenserhöhung für Beamtinnen und Beamte 06.05.2011 "Volkes Stimme": Westländer schlampen bei Steuerprüfung 05.05.2011 WDR-Sendung "Monitor" - Schutzschild für Reiche - Finanzverwaltung Bayern 02.05.2011 Positionen von ver.di zum Beamtenstreik 15.04.2011 Alles raus zum 1. Mai - Programm des 1. Mai in München 14.04.2011 Bundesministerium der Finanzen teilen Mehrergenis der Umsatzsteuerprüfung mit 04.04.2011 Mitglieder bestätigen mir großer Mehrheit Verhandlungsergebnis 11.03.2011 Ergebnis auf die Beamtinnen und Beamten übertragen 11.03.2011 verdi fordert: keine Nullrunde für Bayerns Beamtinnen und Beamten 10.03.2011 Informationen zum aktuellen Tarifabschluss 10.03.2011 Übernahme des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten der Länder 02.03.2011 Pressemitteilung verdi-München - Gewerkschaft der Polizei 02.03.2011 ver.di Bayern: Warnstreiks erfolgreich 01.03.2011 Süddeutsche Zeitung: Letzte Warnung - Warnstreiks 28.02.2011 Aufruf zum Warnstreik Finanzamt München 28.02.2011 Medieninformation Warnstreik in Bayern 26.02.2011 Informationen zur zweiten Tarifrunde 26.02.2011 Informationen zur zweiten Besoldungsrunde 25.02.2011 Aufruf zur verdi-Kundgebung am 02.03.2011 25.02.2011 Protest gegen das Sparpaket der Staatsregierung 25.02.2011 Pressemitteilung zur zweiten Runde der Tarifverhandlungen 05.02.2011 Auftakt zur Tarif- und Besoldungsrunde Länder 2011 05.02.2011 Informationen nach der ersten Verhandlungsrunde 03.02.2011 Medieninformation Auftaktveranstaltung 25.01.2011 ver.di-Beamtenkonferenz gegen Nullrunde 25.01.2011 Gesetzentwurf zu den Kürzungen im Beamtenbereich 19.01.2011 Aufruf zur Auftaktveranstaltung für die Landesbeamten 18.01.2011 DGB fordert Streikrecht für Beamte 18.01.2011 Aufruf zur Auftaktveranstaltung Tarif- und Besoldungsrunde 2011 08.01.2011 Zur Information: Urteil des VerwG Düsseldorf zum Streikrecht für Beamte 08.01.2011 Aktuelles Thema: Kürzung des Urlaubsanspruchs bei Teilzeitarbeit 2010 26.03.2010: ver.di beklagt in Gespräch mit Finanzminister die Unterbesetzung in der Steuerverwaltung Nullrunde in Bayern verordnet bevor Tarif- und Besoldungsrunde überhaupt eröffnet wurde? . Erstaunt haben die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes die Beschlüsse aus der Klausurtagung des Kabinetts vom Wochenende zur Kenntnis genommen, wonach die Staatsregierung für die bayerischen Beamtinnen und Beamten 2011 eine Nullrunde plant. Und das, noch bevor eine Gehaltsforderung für die anstehende Tarif- und Besoldungsrunde überhaupt aufgestellt wurde. ver.di wird dies nicht hinnehmen. Wir werden wie in den vergangenen Jahren eine Erhöhung der Gehälter für die Tarifbeschäftigten und selbstverständlich auch für Beamtinnen und Beamten fordern. Eine Nullrunde wäre völlig unverständlich. Bei deutlich höheren Steuereinnahmen für die Jahre 2011 und 2012 müssen auch die Beschäftigten mehr Geld in der Tasche haben, sonst wird das aufkommende Wirtschaftswachstum wieder im Keim erstickt. Tarifbeschäftigte und Beamtinnen und Beamte werden gemeinsam für eine Gehaltserhöhung eintreten, wir lassen uns da nicht spalten. Das kann auch nicht im Sinne der Bayerischen Staatsregierung sein, wenn die Tarifgehälter über einen Tarifvertrag erhöht werden, den Beamtinnen und Beamten aber eine Nullrunde "verordnet" wird. Und die Tarifverhandlungen haben noch nicht einmal begonnen. Das Ergebnis zumindest hinsichtlich der Besoldung, und damit für den Großteil der Landesbeschäftigten, zu beschließen wird ver.di nicht hinnehmen. Gemeinsam sind wir stark!
Alfried Ströl, Schwanthalerstr. 64, 80336 München, Tel: 089/59977-2502/-2551 Verantwortlich: Alfried Ströl und Selma Turhan Verantwortlich: 08/10 V München (dpa) - Die Bürger in den Kommunen müssen nach Ansicht von Verdi-Chef Frank Bsirske trotz höherer Steuereinnahmenmit drastischen Leistungskürzungen rechnen. Angesichts der Schuldenbremse im Grundgesetz und ähnlichen Regelungen in den Ländern werde sich die ohnehin bedrückende Finanzlage vieler Städte und Gemeinden weiter dramatisch verschlechtern. «Die eigentliche Zuspitzung der kommunalen Finanzkrise steht erst noch bevor», sagte Bsirske am Dienstag bei einerKundgebung in München. «Das wird bedeuten, dass Einrichtungen dichtgemacht werden: Theater, Jugendzentren, Schwimmbäder. Das wird bedeuten, dass Gebühren auf breiter Front steigen.» «Diese Rahmenbedingungen sind nicht gottgegeben, sondern sind ein Produkt politischer Entscheidungen», sagte Bsirske. Er forderte von der schwarz-gelben Bundesregierung einen Kurswechsel. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mache eine unsoziale Politik. Sie bevorzuge einseitig Reiche und belaste dafür sozialschwache Menschen, sagte Bsirske vor mehreren hundert Demonstranten. Die Bundesregierung bürde die Kosten für die Folgen der Finanzkrise den Bürgern auf. «Kanzlerin Merkel stellt den Zusammenhang der Koalition über den Zusammenhalt der Gesellschaft», sagte Bsirske. Schwarz-Gelb wolle mit der eigenen Politik den Sozialstaat in einen Almosenstaat verwandeln. Dagegen gelte es auf die Straßen zu gehen. dpa sbr yyby n1 hn 091448 Nov 10 Quelle: dpa . . . Steuerpolitische Arbeitstagung am 04.10.2010 in Berlin . . . .
Pressemitteilungen Wirtschaftspolitik ver.di: Sparpaket ist ein Dokument der sozialen Schieflage 01.09.2010 Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wertet das heute vom Bundeskabinett verabschiedete Sparpaket als „Dokument der sozialen Schieflage“. „Im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und FDP Zusammenhalt versprochen, doch mit ihrerHaushalts- und Finanzpolitik spaltet die Bundesregierung die Gesellschaft noch weiter“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske zum Kabinettsbeschluss über das Haushaltsbegleitgesetz 2011. Arbeitslose und Geringverdiener müssten jetzt die Zeche für die Schulden zur Rettung von Banken und Wirtschaft zahlen, während die Unternehmen und große Vermögen unangetastet blieben. „Wer Langzeitarbeitslosen den befristeten Zuschlag beim Übergang ins Arbeitslosengeld II, die Rentenbeiträge, das Elterngeld und den Heizkostenzuschuss streicht, der treibt sie weiter in die Armut“, so Bsirske. Während die Arbeitslosen konkret und direkt finanziell belastet würden, betreibe die Regierung bei den Unternehmen Symbolpolitik und arbeite etwa bei der Vertagung der Brennelementesteuer mit Luftbuchungen. „Wenn die Bundesregierung tatsächlich Schulden abbauen und die Krisenkosten finanzieren wollte, müsste sie das Mehrwertsteuergeschenk für Hoteliers rückgängig machen, den Spitzensteuersatz erhöhen, Börsenumsätze mit der Mehrwertsteuer belegen und endlich Schluss damit machen, dass die Bundesrepublik für reiche Erben und Besitzer großer Vermögen eine Steueroase ist“, betonte Bsirske. Gleichzeitig könnten ein gesetzlicher Mindestlohn und eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze die Lebenssituation von Geringverdienern und Arbeitslosen unmittelbar verbessern und einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur im Inland leisten. „Die Bundesregierung schont Spekulanten, große Unternehmen sowie Vermögensbesitzer und belastet Arbeitslose und Geringverdiener - aber gerecht geht anders“, so Bsirske. Herausgeber: Christoph Schmitz ver.di-Bundesvorstand Paula-Thiede-Ufer 10 10179 Berlin Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012 Fax: 030/6956-3001 E-Mail: pressestelle@verdi.de . 08.06.2010 "500 x NIX - Leere Stühle - leere Kassen
. . . Leere Stühle - leere Kassen Mehr Steuerprüfer statt Sparmaßnahmen 07.06.2010 Der Bayerische Oberste Rechnungshof hat bereits mehrfach die unzureichende Personalausstattung der bayerischen Finanzämter bemängelt. Die ver.di Betriebsgruppe des Finanzamtes München greift diese Thema auf und veranstaltet am Dienstag, den 08. Juni 2010 von 12.00 bis 13.00 Uhr, an der Feldherrnhalle,
die Aktion „500 x NIX“. Zurzeit spekuliert man überall über Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen. Ein Augenmerk sollte man neben jeder Spardiskussion darauf richten, dass den öffentlichen Haushalten allerdings hohe Steuereinnahmen entgehen. Das liegt auch daran, dass zu wenig Personal eingesetzt wird, um den korrekten Steuervollzug zu gewährleisten. Bei Betriebsprüfungen in Bayern kommt im Schnitt nur 0,148 Prüfer auf 1000 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt sind es immerhin 0,168 Prüfer. Rechnerisch bedeutet das, dass Unternehmen bei Umsatzsteuer-Sonderprüfungen lediglich alle 35 bis 77 Jahren (je nach Bundesland) geprüft werden. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern schneidet Bayern hinsichtlich der Personalausstattung zudem sehr schlecht ab. Bei der Besetzung der Prüfungsdienste und der Steuerfahndung belegt der Freistaat nur hintere Plätze. Auch die Besetzung des Innendienstes ist völlig unzureichend. Besonders angespannt ist die Situation des Finanzamtes München. Durch den Zusammenschluss der bisherigen Münchner Finanzämter im Jahr 2009 versprach man eine Verbesserung der angespannten Personallage, sowie effektive und bürgerfreundliche Verwaltungsstrukturen. Dies ist aber bis heute nicht der Fall. Derzeit sind etwa 500 Stellen im Finanzamt München nicht besetzt. Gerade in der DAX-Hauptstadt München ist dieser Zustand untragbar. Das Finanzamt München erwirtschaftete im vergangen Jahr mit 25,6 Mrd. Euro etwa 33 % der bayerischen Steuereinnahmen. Dieter Weiß, ver.di-Vertrauensmann im Finanzamt München, meint: „Die bayerische Staatsregierung sollte neue Stellen schaffen. So kann man vorhandenen Steuerquellen ausschöpfen ohne über, für den Bürger, einschneidende Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen nachzudenken.“ Bei der Veranstaltung an der Feldherrnhalle wird für jede unbesetzte Stelle im Finanzamt München ein leerer Stuhl aufgestellt. Die 500 leeren Stühle stehen symbolisch für die unzureichende Personalausstattung in der Finanzverwaltung und die dadurch entstehenden Steuermindereinnahmen; „500 x NIX“. Nach der Veranstaltung stehen Mitglieder der ver.di Betriebsgruppe des Finanzamtes München für etwaige Fragen gerne zur Verfügung. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Wolfgang Lubrich Tel: +49(0)170 5848169 Herausgeber: Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Bezirksverwaltung München Schwanthalerstr. 64 80336 München Presserechtlich verantwortlich: Heinrich Birner
Radikaler Kurswechsel in der Steuerpolitik notwendig P r e s s e i n f o r m a t i o n ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand www.verdi.de Radikaler Kurswechsel in der Steuerpolitik notwendig Berlin, 06.05.2010 Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wertet die Ergebnisse der Mai-Steuerschätzung als Beleg dafür, dass die Politik der immer neuen Steuersenkungen zugunsten von Reichen und Unternehmen gescheitert ist. "Wir brauchen einen radikalen Kurswechsel in der Finanzpolitik", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Donnerstag. Angesichts der erwarteten Ausfälle von 39 Milliarden Euro bis 2013 drohten neue Kürzungsrunden bei den öffentlichen Leistungen, um die Haushaltslöcher auszugleichen. "Die Gewerkschaften werden nicht hinnehmen, dass die Beschäftigten sowie Bürgerinnen und Bürger die Folgen dieser unsozialen Politik ausbaden müssen", kündigte Bsirske an. Das Gebot der Stunde sei stattdessen eine "sozial gerechte Erhöhung der staatlichen Einnahmen", betonte Bsirske. Die Vorschläge dafür lägen auf dem Tisch: Vermögensteuer wieder einführen, Finanzspekulation besteuern, Banken und finanzstarke Konzerne stärker heranziehen, hohe Einkommen und große Erbschaften höher besteuern. "Allein der verstärkte Kampf gegen Steuerflucht und Steuerhinterziehung mit tausenden zusätzlichen Betriebsprüfern und Steuerfahndern könnte zweistellige Milliardenbeträge einbringen", sagte der ver.di-Vorsitzende. Bsirske wies darauf hin, dass der steuerpolitische Kurswechsel nicht nur sozial gerecht, sondern auch wirtschaftspolitisch die beste Lösung sei. Die schädlichen Wirkungen von öffentlichen Ausgabenkürzungen auf Wachstum und Beschäftigung seien wesentlich größer als mögliche positive Effekte von Steuersenkungen. Höhere Besteuerung hoher Einkommen und Vermögen zur Finanzierung von mehr öffentlichen Investitionen und Beschäftigung sei dagegen ein wirksamer Weg zu weniger Arbeitslosigkeit, besserer Bildung und sozialen Leistungen und zugleich weniger Staatsverschuldung. Das zeige das Beispiel der skandinavischen Länder. V.i.S.d.P.: Christoph Schmitz ver.di-Bundesvorstand Paula-Thiede-Ufer 10 10179 Berlin Tel.: 030/6956-1011 und -1012 Fax: 030/6956-3001 e-mail: pressestelle@verdi.de Internet: http://www.verdi.de . . 10.04.2010 Verdi- Betriebsgruppe startet Unterschriften-Aktion Petition für ein Konzept Finanzamt München und gegen die Verlagerung der Bewertungsstelle zum Text der Petition und Unterschriftsliste . . .
. Süddeutsche Zeitung 03.04.2010 Dem Staat entgehen Jahr für Jahr Milliardenbeträge - weil die Beamten fehlen, die das Geld eintreiben. Besonders Kleinbetriebe werden seltener geprüft.
In deutschen Behörden fehlen Tausende Finanzbeamte und Steuerfahnder. Der Bundesrepublik entgehen jedes Jahr Milliardeneinnahmen, weil in der Finanzverwaltung 15.000 Beamte fehlen. Dies geht nach Angaben der Deutschen Steuergewerkschaft aus der Personalbedarfsberechnung der Bundesländer hervor. Experten befürchten, dass es Steuerhinterzieher künftig noch leichter haben, weil sich die Personalsituation bei den Steuerbehörden in den kommenden Jahren weiter deutlich verschlechtern wird. Für das Personal in den Finanzämtern sind die Länder zuständig. Sie berechnen, wie viele Mitarbeiter nötig wären, um Unternehmen und Steuerzahler gesetzesgemäß zu prüfen. Dieser Personalbedarf beläuft sich demnach auf 130.000 Stellen. Tatsächlich sind nach Berechnungen der Steuergewerkschaft, die die Finanzbeamten in Deutschland vertritt, aber nur etwa 11.5000 Stellen besetzt. "Kein Bundesland erfüllt derzeit den tatsächlichen Bedarf", sagte Gewerkschaftschef Dieter Ondracek der Süddeutschen Zeitung. Er schätzt, dass dem Staat jährlich etwa 30 Milliarden Euro an Steuern vorenthalten werden.
Der Personalschlüssel zeigt, dass vor allem die Prüfung von Betrieben vernachlässigt wird. So fehlen nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi allein 3050 Betriebsprüfer und 420 Steuerfahnder. "Gemessen an den 13.800 Beschäftigten in der Betriebsprüfung und den 2570 Fahndern ist dies ein erheblicher Fehlbestand", heißt es bei Verdi. Die Finanzbeamten im Außendienst sind besonders effektiv: Im Schnitt treibt ein Steuerfahnder jährlich knapp eine Million Euro zusätzlich für den Fiskus ein. Bei einem Betriebsprüfer sind es gut 1,2 Millionen Euro. Vor allem Kleinbetriebe und Einzelunternehmer, deren Zahl sich in den vergangenen 20 Jahren stark erhöht hat, müssen seltener mit Besuch von einem Prüfer rechnen. "In den achtziger Jahren kam auf 200 Kleinunternehmer und Selbständige ein Betriebsprüfer, heute beträgt dieses Verhältnis 700 zu eins", sagt Lars P. Feld, Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Heidelberg.
Der Zweck und die Mittel Verdi-Chef Frank Bsirske spricht von einem "organisierten Steuervollzugsdefizit". Der Staat verzichte "Jahr für Jahr auf Milliardeneinnahmen, weil er nicht genug Steuerfahnder und Prüfer einsetzt", sagte Bsirske der SZ. Davon profitierten "vor allem vermögende Unternehmen, Selbständige und die Besitzer großer Kapitalvermögen, die weniger deklarieren als sie einnehmen, während Lohnsteuerpflichtige direkt mit der Gehaltsabrechnung zur Kasse gebeten werden". Gewerkschaftschef Ondracek wies darauf hin, dass die Finanzbeamten vor allem im Innendienst mehr Fälle zu bearbeiten hätten, weil knapp 1,5 Millionen Rentner erstmals Steuern zahlen müssten. Er befürchtet, dass sich der Steuervollzug weiter verschlechtert: "Die Zahl der Ausbildungsplätze reicht nicht aus, um den zunehmenden Abgang der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand auszugleichen", sagte Ondracek. Zugleich würden wegen des Mangels an Fachkräften Unternehmen zukünftig noch stärker als bisher Steuerbeamte abwerben. Der Präsident des Deutschen Steuerberaterverbands, Hans-Christoph Seewald, sagte: Steuergerechtigkeit sei nicht nur eine Frage der Gesetzgebung, sondern auch der richtigen Anwendung. Deshalb müsse die Qualifikation der Steuerbeamten "auch zukünftig mindestens auf dem gleichen Niveau bleiben". Als Hauptgrund für die schlechte Personalausstattung gilt die Steuerverteilung zwischen Bund und Ländern: #Stellen die Länder mehr Prüfer ein, haben sie höhere Personalkosten, von den Mehreinnahmen bleibt ihnen aber wenig übrig. (SZ vom 3.4.2010/wolf) München, den 26. März 2010 ver.di beklagt in Gespräch mit Finanzminister die Unterbesetzung in der Steuerverwaltung Hausgemachte Steuerausfälle
In einem Gespräch mit Finanzminister Fahrenschon hat die Gewerkschaft ver.di am Freitag die massiven Steuer- ausfälle in Bayern durch die Unterbesetzung der bayerischen Steuerverwaltung kritisiert. „Die Unterbesetzung der Prüfungsdienste führt zu Steuerausfällen von 683 Millionen Euro jährlich, davon allein für die bayerischen Kommunen über 100 Millionen Euro und das ist nicht akzeptabel“, stellte Josef Falbisoner, Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, fest. Eine ver.di-Studie belegt, dass die Zahl der Prüferinnen und Prüfer in den bayerischen Finanzämtern weiter im Sinken ist. Waren zum Januar 2007 noch 3.228 Steuerprüfer/innen vorhanden, schrumpfte diese Zahl bis zum Januar 2009 auf nur noch 3.041. „Angesichts dieser Entwicklung ist es nicht korrekt, von einer Verbesserung der Prüfungssituation in Bayern zu sprechen“ kritisierte Falbisoner diese Entwicklung. Bayern habe damit im Bereich Steuergerechtigkeit und Steuervollzug weiter an Boden verloren: „Die bayerischen Steuerausfälle sind hausgemacht“, so Falbisoner. Erste Ansätze seitens des Finanzministeriums würdigte zwar ver.di, es käme aber nach Aussage der Gewerkschaft darauf an, diesen Prozess zu verstetigen. Besonders nachteilig wirke sich die Unterbesetzung der Prüfungsdienste für die bayerischen Städte und Gemeinden aus, berichtete Steuerprüfer Werner Stupka, Vorsitzender der ver.di-Fachgruppe Finanzverwaltung Bayern, denn fast ein Viertel der Prüfungsergebnisse der Finanz- ämter entfällt auf die Gewerbesteuer. Die Ausstattung mit Kindertagesstätten, Bildungseinrichtungen und anderer kommunaler Infrastruktur sei aber unmittelbar von der Finanzkraft der Kommunen abhängig. „Die Unterbeset-zung der Prüfungsdienste führt also dazu, dass die Bürge- rinnen und Bürger mit immer schlechteren öffentlichen Leistungen ihrer Kommunen rechnen müssen“ sagte Stupka. „Der ehrliche Lohnsteuerzahler, die Arbeitnehmerschaft in Bayern hat einen Anspruch darauf, dass die Staatsregierung alles dafür tut, damit auch die Gewerbetreibenden und Freiberufler ihre Steuern vollständig bezahlen. Dies ist nur durch eine personelle Verstärkung der Finanzämter zu erreichen“ erklärte ver.di-Chef Josef Falbisoner V.i.S.d.P.: Hans Sterr Pressestelle ver.di Bayern Schwanthalerstr. 64 D 80336 München Tel.: 089 / 5 99 77- 2102 Fax: 089 / 5 99 77- 2199 Mobil: 0170 / 22 94 862 Email: hans.sterr@verdi.de http://bayern.verdi.de
. . . SZ: Finanzamt München droht Verlagerung 03.03.2010 05:15 Uhr Neben dem geplanten Wegzug des Statistischen Landesamtes muss München womöglich bald weitere Behördenverlagerungen hinnehmen. Das Landesamt für Steuern habe ein Konzept erarbeitet, "darin sind konkrete Arbeitsbereiche des Finanzamts München beschrieben, die in die Region verlagert werden könnten". Dies schreibt Finanzminister Georg Fahrenschon an den Passauer Abgeordneten Konrad Kobler (beide CSU), der sich für eine Verlagerung der Münchner Bewertungsstelle nach Grafenau im Bayerischen Wald einsetzt. Entschieden sei noch nichts, da er, Fahrenschon, noch "Erörterungsbedarf" sehe. Grafenaus Bewerbung werde er aber "gerne vormerken". In der Region gingen in den vergangenen Jahren 1000 Arbeitsplätze in der Glasindustrie verloren, zuletzt schloss der Nachtmann-Konzern in Riedlhütte kurz vor Weihnachten sein Werk. Nach dem Aus des Quelle-Versandhauses beschloss die Staatsregierung, das Statistische Landesamt von München nach Fürth zu verlagern. Nun soll offenbar erneut mit einer Behördenwanderung einer Krisenregion geholfen werden. Seit den 90er Jahren sind laut Fahrenschon bereits 600 Arbeitsplätze der Finanzverwaltung aus München weg verlagert worden, vor allem nach Niederbayern. kast Quelle: www.sueddeutsche.de
. . . Seminar Nationalsozialismus 1933 - 1945
Worum geht es? Die Gewerkschaft ver.di schult zusammen mit der Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannseekonferenz“ in Berlin zum Thema „Reichsfinanzverwaltung und Nationalsozialismus“. Von dort kommt der versierte Berliner Dozent Klaus-Dieter Gössel zum Seminar in der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Herrsching. Das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen und der bedingungslose Gehorsam der Bürokratie überrascht auch mit Blick auf die Reichsfinanzverwaltung während der NS-Zeit. Wir wollen diese Fragen untersuchen und uns gezielt mit der Vergangenheit der Finanzverwaltung beschäftigen. Wir werden prüfen, ob daraus Schlussfolgerungen für die Gegenwart zu ziehen sind. .
Die Betriebsgruppe Finanzamt München veranstaltete am 10.02.2010 eine Faschinsparty an der Fachhochschule in Herrsching. .. . . Pressemitteilungen Steuerpolitik Bsirske: Schäuble soll Daten-CD über Steuerhinterzieher kaufen 01.02.2010 Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Bsirske, fordert Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auf,die angebotene Daten-CD über Steuerhinterzieher zu kaufen und auszuwerten. „Der Staat kann es sich in dieser finanziellen Lage überhaupt nicht leisten, auf Einnahmen zu verzichten“, sagte Bsirske. Nicht der Ankauf der Daten sei verwerflich, sondern die Steuerhinterziehung. Die Arbeitnehmer dürften nicht mit ihren Steuern und Abgaben zu den „Alleinunterhaltern des Staates“ werden, während sich zugleich ein erheblicher Teil der vermögenden Bevölkerungsschicht durch Kapitaltransfers in die Schweiz und nach Liechtenstein der deutschen Steuerpflicht völlig entziehen könne. Bsirske verwies auf die erfolgreiche Aufklärung von Steuervergehen nach dem Kauf von Daten der Liechtensteiner LGT-Bank. Die daraus resultierenden Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Bochum hätten in den vergangenen zwölf Monaten rund 200 Millionen Euro an Nachzahlungen für den Fiskus erbracht. „Was für Finanzminister Steinbrück rechtens war, kann für Minister Schäuble kein Unrecht sein.“ Die Warnungen aus der Schweiz, die Bundesregierung dürfe sich nicht zum Hehler machen, seien pure Heuchelei, erklärte Bsirske: „Liechtenstein und die Schweiz stellen mit vollem Unrechtsbewusstsein ihren diskreten Finanzplatz für Steuerhinterzieher zur Verfügung. Das ist nicht nur eine Einladung, das ist Anstiftung.“ Herausgeber: V.i.S.d.P.: Christoph Schmitz ver.di-Bundesvorstand Paula-Thiede-Ufer 10 10179 Berlin Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012 Fax: 030/6956-3001 E-Mail: pressestelle@verdi.de . . . . Situation der bayerischen Finanzverwaltung in der Sendung "quer"
Während den Angestellten die Lohnsteuer am Monatsende automatisch abgezogen wird, müssen Unternehmer und Selbständige erst nach erfolgter Steuererklärung blechen. Falls sie dabei Einkünfte verschweigen, fliegen sie höchstens bei einer Steuerprüfung auf. Doch an den dafür nötigen Steuerfahndern spart der Freistaat. Eine Einladung zur Steuerhinterziehung, klagen selbst Finanzbeamte. Der Bund der Steuerzahler vermutet hinter dem Sparkurs allerdings Taktik: Schließlich muss der Freistaat bei geringeren Einnahmen auch weniger Länderfinanzausgleich an Berlin zahlen. Mehr dazu auf der Seite der "quer"-Redaktion
. . ver.di und DGB gegen Beamtenschelte Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Berlin-Brandenburg hat die Darstellungen zur Vermögenssituation der Beamten scharf zurückgewiesen. "Ich habe es satt, dass Beamtinnen und Beamte als Privilegierte mit Ärmelschonern dargestellt werden", so Bezirksvorsitzender Dieter Scholz. "Unsere Berliner Beamten verdienen heute weniger als 2003." Damals sei das Weihnachts- und Urlaubsgeld drastisch gekürzt und bis heute nicht wieder ausgeglichen worden. "In Brandenburg sieht es nicht viel besser aus", so Scholz weiter. "Wenn es um Vermögensanhäufung in diesem Land geht, denke ich nicht an Beamte. Da fallen mir ganz andere Gruppen ein", stellte Scholz klar. "Wir brauchen einen differenzierten Blick. Man kann nicht die Pension mit einrechnen und besondere Belastungen außen vor lassen", kritisiert Scholz. "Wenn eine Lehrerin wegen veränderter Schülerzahlen von Cottbus nach Potsdam versetzt wird, dann muss sie dem folgen", bemerkt Scholz. "Das Häuschen in Cottbus verkauft sie weit unter den Baukosten." Solche Vermögenseinbußen tauchten in der Diskussion aber nicht auf. "Wenn es den Beamten so gut geht, warum fehlt es dann an Bewerbern?" Scholz verwies auf harte Arbeitsbedingungen der Beamtinnen und Beamten. "Wenn nachts ein Auto brennt oder 1. Mai ist, da müssen die Kolleginnen und Kollegen bei Polizei und Feuerwehr raus, da fragt keiner", so Scholz. "Unseren Beamtinnen und Beamten wird viel abverlangt und ihnen werden elementare Rechte wie das Streikrecht verwehrt." Der DGB sei für eine Angleichung des Personalrechts von Angestellten und Beamten. "Dabei müssen dann aber auch die besonderen Belastungen für Beamtinnen und Beamte auf den Tisch." "Nirgends wurde so gespart wie beim Personal des öffentlichen Dienstes", mahnte Scholz. Tarifbeschäftigte und Beamte dürften sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Im Hinblick auf die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Berlin sowie in Bund und Kommunen stellte Scholz klar: "Die Beamtinnen und Beamten im DGB stehen solidarisch an der Seite ihrer angestellten Kollegen." Der DGB-Bundesvorstand ergänzt hierzu: Die Sicherheit im Alter durch Anwartschaften aus Rente und Beamtenpension habe einen hohen Stellenwert für die Menschen in Deutschland. Daher sei es verfehlt, eine Neiddebatte vom Zaun zu brechen. Um tragfähige Vergleiche anstellen zu können, müsse beispielsweise der Anteil von Akademikern im Beamtenverhältnis berücksichtigt werden, ebenso wie eine Differenzierung nach Beamten und Angestellten mit ähnlichen Aufgaben und vergleichbarer Verantwortung. Dann würde deutlich werden, dass sowohl Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft mit betrieblicher Altersversorgung als auch Angestellte im öffentlichen Dienst mit ihrem Alterssicherungsvermögen ähnliche Ansprüche haben wie Beamtinnen und Beamte. Diesen Aussagen schließt sich ver.di an. 20.01.2010 . . . . . Unwort des Jahres 2009 ist "betriebsratsverseucht" Frankfurt/Main (dpa) - Das "Unwort des Jahres" 2009 heißt "betriebsratsverseucht". Die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen "stört" zwar viele Unternehmen, sagte der Sprecher der sprachkritischen Jury, Horst Dieter Schlosser, am Dienstag in Frankfurt. Dies als "Seuche" zu bezeichnen, sei aber ein zumindest sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen. Der Vorschlag kam von einem Mitarbeiter einer Baumarktkette. Er hatte berichtet, dieses Wort werde von Abteilungsleitern verwendet, wenn ein Beschäftigter von einer Filiale mit Betriebsrat in eine ohne wechseln will. 19.01.2010 Quelle: www.verdi.de . . Für Arbeitnehmer beim Freistaat Bayern Ballungsraumzulage für 2010 gesichert Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben sich Ende 2009 darauf verständigt, die zunächst bis Ende des letzten Jahres befristete sogenannte ergänzende Leistung für Arbeitnehmer des Freistaats Bayern ("Ballungsraumzulage") für ein weiteres Jahr fortzuführen. "Damit wird dem hohen Niveau der Lebenshaltungskosten in der Landeshauptstadt Rechnung getragen und ein wesentlicher Beitrag zur Personalgewinnung am Standort München geleistet", erklärte Norbert Flach von ver.di Bayern. Mit der ergänzenden Leistung wird Arbeitnehmern, die im Ballungszentrum München arbeiten und wohnen und ein Tarifeinkommen von bis zu 2.970 EUR beziehen, eine Zulage in Höhe von 75 EUR und pro berücksichtigungsfähigem Kind 20 EUR jeweils monatlich gewährt. Norbert Flach brachte darüber hinaus die Hoffnung zum Ausdruck, dass auch über das Jahr 2010 hinaus diese Leistung erhalten werden könne und nicht den vermeintlichen Sparzwängen der öffentlichen Haushalte geopfert werde. "Denn auf absehbare Zeit werden sich die Lebenshaltungskosten im Großraum München wohl kaum zugunsten der Verbraucher verändern", stellte Flach fest. Für weitere Informationen: Norbert Flach 0170-5749000 --- Hans Sterr ver.di Bayern Presse, Koordination, Grundsatzpolitik Schwanthalerstr. 64, 80336 München Tel. +49 89 59977 2102 Fax +49 89 59977 2199 mobil +49 170 2294862 hans.sterr@verdi.de .
2008
Eine Veröffentlichung der Gedenk- und Bildungsstätte "Haus der Wannsee-Konferenz"
Die Reichsfinanzverwaltung im Nationalsozialismus Haus der Wannsee-Konferenz, Band 1 Martin Friedenberger, Klaus-Dieter Gössel Eberhardt Schönknecht (Hg.) Unter dem Einfluss der NS-Ideologie entwickelte sich die Finanzverwaltung zu einer wesentlichen Stütze des Dritten Reichs. Fiskalisches Interesse, bürokratische Effizienz und staatlicher Antisemitismus gingen dabei eine unheilvolle Verbindung ein, die zur Mitverantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen führte, insbesondere bei der lückenlosen Erfassung, Ausplünderung und Verwertung des Eigentums der deutschen Juden. Die von dem konservativen Haushaltsexperten Schwerin von Krosigk und dem nationalsozialistischen Agitator Reinhardt geleitete Fachverwaltung identifizierte sich zunehmend mit dem nationalsozialistischen Regime, so dass gegen dessen Ende drei von vier Beamten Mitglieder der NSDAP waren Auf breiter Quellengrundlage werden die verschiedenen Aspekte dieser Entwicklung geschildert und analysiert: Die Rolle der Finanzverwaltung bei der Judenverfolgung, das Beamtentum im NS-Staat, das Ausbildungssystem und die Reichsfinanzschulen sowie die Rechtsprechung in steuerlichen Angelegenheiten von Juden. Ausgewählte Biographien leitender Finanzbeamter verdeutlichen zudem exemplarisch die individuelle Verantwortung und Schuld der Beteiligten. Darüber hinaus macht der Band in großem Umfang einschlägige Quellen zugänglich, die zum Selbststudium und in Lehr- und Fortbildungsveranstaltungen genutzt werden können. Die Autoren: MARTIN FRIEDENBERGER, Historiker und Finanzbeamter, freier Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin. KLAUS-DIETER GöSSEL, Finanzbeamter und stellv. Vorsitzender der Fachkommission Steuerverwaltung Gewerkschaft ver.di, Bezirk Berlin. JOHANN HEINRICH KUMPF, Dr. jur. , Ministerialrat im Bundesfinanzministerium, Berlin. KURT SCHILDE, Dr. phil., Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschungsprojekten an der Universität Siegen. EBERHARD SCHÖNKNECHT, Finanzbeamter im Ruhestand. ANDREAS SCHÖPF, Betriebsprüfer, Finanzamt Fürstenfeldbruck. HANS-PETER WOITKOWSKI, Historiker und freier Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin. Das Haus der Wannsee-Konferenz bemüht sich seit mehr als zehn Jahren, in seinen Bildungsveranstaltungen die Kenntnisse über die nationalsozialistischen Verbrechen zu vertiefen und die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Voraussetzungen dieser Verbrechen zu fördern. Jugendliche und Erwachsene setzen sich anhand von Quellen, die von Tätern und Opfern stammen, insbesondere mit der Verfolgung und Ermordung der Juden auseinander. In berufsspezifischen Seminaren gehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes der Frage nach, wie Angehörige der Verwaltung, Polizei, Justiz und Wehrmacht arbeitsteilig an der »Endlösung« mitgewirkt haben. Die von Wolf Kaiser und Norbert Kampe herausgegebene Reihe stützt sich auf die umfangreiche Materialsammlung, die bei der Vorbereitung der Seminare zusammengetragen worden ist. M. Friedenberger, K.-D. Gössel, E. Schönknecht (Hg.) »Die Reichsfinanzverwaltung im Nationalsozialismus« Veröffentlichungen der Gedenk~ und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Band 1 288 S., 21 Abb., zahlr. Faksimiles, 24 x 17 cm, Hardcover 19.9O EUR | ||
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